Kostenrechner für On-Premises KI
Viele Unternehmen evaluieren die Nutzung von lokalen KI-Sprachmodelle, um keine Daten an Cloud-Anbieter zu geben. Lokale KI macht das möglich: Open-Weight-Modelle laufen dabei komplett auf eigener Hardware, im eigenen Rechenzentrum oder bei einem Hosting-Partner Ihres Vertrauens.
Doch was kostet das eigentlich? Beschreiben Sie Ihren Anwendungsfall und erhalten Sie in zwei Minuten eine konkrete Hardware-Empfehlung mit Anschaffungskosten und monatlichen Vollkosten. Der Rechner ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht nötig.
Lokale KI: Hardware und Betrieb
Längere Kontexte benötigen deutlich mehr Grafikspeicher.
Stärkere Quantisierung spart Grafikspeicher, kostet aber Antwortqualität.
Nur bei MoE-Modellen (Frontier-Stufen) wirksam. Senkt den Grafikspeicher-Bedarf deutlich, verlangsamt die Antworten aber erheblich. Für Experimente und Einzelnutzer, nicht für den Produktivbetrieb mit vielen Anfragen.
Proof of Concept: Software
Einmaliger Umsetzungsaufwand, bis der Anwendungsfall bei Ihnen nachweisbar läuft. Wählen Sie die Bausteine, die Sie benötigen.
z. B. File-Server / NAS / Dateisystem, Wiki, SharePoint, Websites. Inkl. Chunking, Embedding-Pipeline und Qualitätstuning je Quelle.
Anbindung an ERP, Ticketsystem, E-Mail oder andere führende Systeme inkl. Fehlerbehandlung.
Anmeldung über Ihren bestehenden Verzeichnisdienst, z. B. Entra ID oder LDAP.
Berechtigungen werden aus der jeweiligen Quelle übernommen (Dateisystem-Rechte, SharePoint-Berechtigungen usw.). Skaliert mit der Anzahl der Datenquellen.
Testdatensatz, Qualitätsmetriken und strukturiertes Feedback der Pilotnutzer. Unterscheidet einen belastbaren PoC von einer bloßen Installation.
Eigene Oberfläche statt Standard-Frontend. Für den PoC reicht meist das Standard-Frontend.
DSGVO-Dokumentation und Einordnung nach EU AI Act für den Pilotbetrieb.
So funktioniert der Kalkulator
Wir rechnen mit fünf Qualitätsstufen von Open-Weight-Modellen, standardmäßig in 4-Bit-Quantisierung (im Experten-Modus anpassbar).
- Die Stufe Kompakt steht für Modelle mit 7 bis 8 Milliarden Parametern, etwa Qwen3-8B oder Llama 3.1 8B, wie sie für Klassifikation, Extraktion und einfache Textaufgaben ausreichen.
- Solide entspricht der 30B-Klasse, etwa Qwen3-32B oder Gemma 3 27B, für Code-Assistenz und anspruchsvollere Textarbeit.
- Groß bildet dichte Modelle ab 70 Milliarden Parametern ab, etwa Llama 3.3 70B, die höchste Qualitätsstufe klassischer Modellarchitekturen.
- Darüber folgen zwei Frontier-Stufen mit Mixture-of-Experts-Architektur, bei der pro Anfrage nur ein Teil des Modells aktiv rechnet. Frontier kompakt steht für Modelle mit 200 bis 300 Milliarden Parametern, etwa Qwen3-235B oder DeepSeek V4 Flash, die den größten Modellen erstaunlich nahekommen und sich deutlich günstiger betreiben lassen. Frontier umfasst die größten frei verfügbaren Modelle mit über 700 Milliarden Parametern, die in vielen Aufgaben das Niveau kommerzieller Cloud-Modelle erreichen.
Neben den Modellgewichten kalkulieren wir den Speicherbedarf für den KV-Cache ein. Das ist der Bereich im Grafikspeicher, in dem sich das Modell den bisherigen Gesprächsverlauf und gelesene Dokumente merkt. Er wächst mit der Kontextlänge und der Zahl gleichzeitiger Anfragen und wird in der Praxis oft unterschätzt.
Die Empfehlung wählt die kleinste Konfiguration, deren Grafikspeicher für Modell, KV-Cache und Betriebsreserve ausreicht. Die Stufenleiter beginnt bei einer einzelnen RTX 4090 oder RTX 5090 in einer Workstation (24 beziehungsweise 32 GB Grafikspeicher), führt über die RTX 6000 Ada (48 GB) im Server und reicht bis zu Systemen mit einer, zwei, vier oder acht RTX PRO 6000 Blackwell mit je 96 GB. Damit decken wir alles ab von der Workstation für rund 7.000 Euro inklusive Einrichtung bis zum GPU-Server mit 768 GB Grafikspeicher, auf dem auch die größten Open-Weight-Modelle vollständig lokal laufen. Reicht selbst das nicht, sind Sie im Bereich individuell geplanter Cluster, für die wir keine Pauschalpreise nennen.
Für die Frontier-Stufen bietet der Experten-Modus zusätzlich ein Experten-Offloading an: Dabei wird ein Teil des Modells in den Arbeitsspeicher ausgelagert, was kleinere Grafikkarten ermöglicht, die Antworten aber deutlich verlangsamt. Für Experimente und einzelne Nutzer eine Option, für den Produktivbetrieb empfehlen wir es nicht.
Bei der Inferenz von Sprachmodellen ist fast immer die GPU der Engpass. CPU und Arbeitsspeicher legen wir deshalb nach Faustregel aus: Der RAM beträgt mindestens das Doppelte des Grafikspeichers, damit Modelle beim Laden und Wechseln gepuffert werden können, also 64 GB in den Workstations bis 1,5 TB im größten GPU-Server. Als Prozessor genügt eine aktuelle Mehrkern-CPU mit mindestens 16 Kernen und ausreichend PCIe-Lanes für die Grafikkarten. Diese Komponenten sind in den Systempreisen enthalten. Wichtig zu wissen: Gerade ECC-Arbeitsspeicher hat sich im Zuge der aktuellen Speicherknappheit deutlich verteuert. Unsere Systempreise enthalten deshalb einen entsprechenden Aufschlag und werden regelmäßig aktualisiert.
Die Software kostet nichts: Open-Weight-Modelle und Inferenz-Server wie vLLM oder Ollama sind Open Source, Lizenzgebühren fallen nicht an. In der Anschaffung enthalten ist eine Einrichtungspauschale für Installation, Konfiguration und Absicherung des Systems. Die monatliche Betriebspauschale deckt Updates, Monitoring und Wartung ab. Dazu kommen die Stromkosten, die wir aus der tatsächlichen Auslastung Ihres Szenarios berechnen: Die Grundlast des Systems läuft rund um die Uhr, die GPU-Last fällt nur an, wenn Anfragen verarbeitet werden. Für die Gesamtkosten pro Monat legen wir die Anschaffung auf 36 Monate um.
Nicht enthalten ist die eigentliche Projektarbeit: die Anbindung an Ihre Systeme und Prozesse, RAG-Pipelines auf Ihren Dokumenten oder die Evaluierung, welches Modell Ihre Aufgabe wirklich gut löst. Das ist der Teil, den wir gemeinsam mit Ihnen entwickeln.
Ehrliche Antwort: nicht immer. Wer nur wenige Anfragen pro Tag hat und dessen Daten die Cloud verlassen dürfen, fährt mit einer API meist günstiger. Lokale KI spielt ihre Stärken aus, sobald eine dieser Bedingungen zutrifft: Ihre Daten dürfen das Haus nicht verlassen, Sie brauchen den Betrieb ohne Internetverbindung, oder die Nutzung ist so intensiv, dass nutzungsabhängige API-Kosten die eigene Hardware übersteigen. Das passiert schneller, als viele denken, besonders bei agentischen Anwendungen und eingebetteten Prozessen mit hohem Volumen. Dazu kommen planbare Kosten statt variabler Monatsrechnungen und Unabhängigkeit von Preisänderungen und Modellabkündigungen der Anbieter.

Fallstudien und Anwendungsfälle
FAQ zu lokaler KI und KI-Kosten
Für die Workstation-Konfigurationen nicht. Die stehen im Büro, laufen an einer normalen Steckdose und sind im Alltag leise, unter Volllast aber hörbar. Die Server-Konfigurationen (2 bis 4 Höheneinheiten) gehören in einen Serverschrank mit Kühlung, den die meisten Unternehmen ohnehin haben. Erst bei den großen Mehrfach-GPU-Systemen werden Stromanschluss und Kühlung zum Planungsthema, das klären wir vor der Bestellung.
Ehrliche Antwort: Die größten Cloud-Modelle sind in der Spitze weiterhin vorn. Für die meisten abgegrenzten Unternehmensaufgaben wie Klassifikation, Extraktion, Dokumenten-Suche oder Code-Assistenz ist der Unterschied im Alltag aber klein bis nicht spürbar, wenn das Modell zur Aufgabe passt. Die größten Open-Weight-Modelle erreichen in vielen Aufgaben das Niveau kommerzieller Cloud-Modelle. Entscheidend ist der Fit zwischen Modell und Aufgabe, und diesen prüfen wir in der Potenzialanalyse mit Ihren Daten.
Dann tauschen Sie das Modell, nicht die Hardware. Open-Weight-Modelle sind austauschbar, ein Wechsel ist ein Download und ein Testlauf, keine Neuanschaffung. Die Entwicklung arbeitet dabei für Sie: Die Qualität pro Gigabyte Grafikspeicher steigt seit Jahren, dieselbe Maschine kann über ihre Laufzeit also immer bessere Modelle ausführen.
Ja, und das ist der Hebel für die Wirtschaftlichkeit. Ein Server kann mehrere Modelle vorhalten oder ein Modell für verschiedene Zwecke nutzen, etwa tagsüber als Assistent für Mitarbeiter und nachts für die Stapelverarbeitung von Dokumenten. Die Auslastung steigt, die Kosten pro Anwendungsfall sinken. Die Konfiguration aus dem Rechner ist deshalb oft der Anfang, nicht das Ende der Nutzung.
Der Rechner kalkuliert den Kauf und legt die Anschaffung auf 36 Monate um. Leasing über Hardware-Partner ist möglich und schont die Liquidität, ändert an den Gesamtkosten aber wenig. Dedizierte GPUs bei europäischen Rechenzentren zu mieten ist ein Zwischenweg für Fälle, in denen Daten zwar nicht zu US-Anbietern, aber in ein externes Rechenzentrum dürfen. Was zu Ihren Anforderungen passt, besprechen wir am konkreten Fall.
Automatische DSGVO-Konformität gibt es leider nicht. Aber die strukturell größten Hürden entfallen: kein Drittlandtransfer, kein US-Auftragsverarbeiter, Ihre Daten verlassen das Haus nicht. Es gelten die Sorgfaltspflichten, die Sie von anderen internen Systemen kennen, etwa Zugriffskonzept und Löschregeln. Für Ihren Datenschutzbeauftragten ist das eine deutlich einfachere Ausgangslage als jede Cloud-Anbindung.